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Göcklingen: Erster Gottesdienst von Eiswirth
In eindrucksvoller Weise feierte am Sonntag Christian Eiswirth (40) aus Göcklingen einen Tag nach seiner Priesterweihe im Speyerer Dom seinen ersten feierlichen Gottesdienst als Neupriester.
Hunderte Gläubige aus der Pfarreiengemeinschaft Eschbach, Göcklingen, Ranschbach, Billigheim, Ingenheim und Rohrbach sowie darüber hinaus, 18 geistliche Mitbrüder, zahlreiche Ordensschwestern und Ministranten, die in der Kirche St. Laurentius gar nicht alle Platz fanden, erwiesen dem „Diener am Glauben" bei dessen Primiz die Reverenz.
Die katholische Musikkapelle Göcklingen spielte vor dem Elternhaus in der Hundsgasse, als Primiz- Gewand und Stola sowie die Primiz- Kerze gesegnet wurden. Später schritt der Neupriester über einen mit viel Liebe gestalteten Blumenteppich hinauf zur Kirche.
Hans Meigel sprach als Heimatpfarrer von einem großen Tag für die Gläubigen. Fast auf den Tag genau 100 Jahre seien vergangen, bis wieder ein Sohn der Gemeinde Göcklingen sich für den Priesterberuf entschieden habe. Christian Eiswirth habe schon immer in der Nähe der Kirche gewohnt und sich immer zu
Nach 100 Jahren ein Priester aus dem Ort
ihr hingezogen gefühlt, sagte Meigel über den früheren Messdiener. Er habe schließlich Orgel gespielt, im Kirchenchor mitgesungen und als Mitglied der Musikkapelle Gottesdienste umrahmt.
Eiswirth erwiderte, hier in Göcklingen sei er im Glauben aufgewachsen. „Schlag dein Bett doch gleich bei der Kirche auf", habe ihm einmal jemand gesagt, nachdem er zahlreiche Aufgaben und Funktionen übernommen hatte. Genau das tue er jetzt als Priester, dessen erste Station als Kaplan die Pfarreiengemeinschaft Herxheim sein wird.
Die Predigt im Primiz- Gottesdienst hielt Pfarrer Matthias Bertram (Offenbach). Er erinnerte als einer der Weggefährten von Eiswirth an dessen Engagement in der Christlichen-Arbeiterjugend, im Pfarrgemeinderat. Seine erste Berufswahl „Bürokaufmann" habe noch nicht unbedingt auf den Priesterberuf hingedeutet, auch wenn er seine Ausbildung im Bischöflichen Ordinariat absolvierte und dort bis 1994 als Verwaltungsangestellter arbeitete. „Mir wurde immer klarer, dass eine Bürotätigkeit nicht mein Weg ist", bekannte Christian Eiswirth. Bertram erinnerte daran, dass Eiswirth seinen Job in Speyer aufgegeben und Praktische Theologie und Religionspädagogik an der Fachakademie in Mainz studiert habe. Als Gemeindeassistent und Gemeindereferent arbeitete er anschließend in Pirmasens und in den Pfarreien des Lambrechter Tals. Er studierte im Studienhaus St. Lambert in Lantershofen Theologie und Philosophie und absolvierte den Pastoralkurs am Priesterseminar in Speyer.
Gestaltet wurde der Gottesdienst vom Chor der Pfarreiengemeinschaft, der katholischen Musikkapelle Göcklingen sowie Stefanie Konter und Christian Forster (Orgel). (som)
Bild und Text: © Die Rheinpfalz vom 22. Juni 2010




